mit Bezug zu: Kurt Wagenseil, "Tripods. Die dreibeinigen Herrscher", "Protokolle"
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Propagandafilm "Der ewige Jude" (1h 10m), "[e]in dokumentarischer Film der D.F.G. [Deutsche Filmherstellungs- und Verwertungs GmbH] Nach einer Idee von Dr. E[berhard] Taubert", Gestaltung: Fritz Hippler, Musik: Franz R. Friedl, Schnitt: Hans Dieter Schiller und Albert Baumeister, Nazi-Deutschland 1940.
Formulierungen mit "...hinter der Maske..." kommen in dem Propagandafilm sehr häufig vor, bereits auf den einführenden Texttafeln, nach denen der Film "uns [angesprochen sind die den Nazis genehmen Deutschen] die Juden, wie sie in Wirklichkeit aussehen, bevor sie sich hinter der Maske des zivilisierten Europäers verstecken" (01m : 10s).
Die Abbildung (45m : 30s) zeigt einen Ausschnitt aus dem Film, in dem ein Transvestit auf einer Bühne als Negativexempel vorgeführt wird.
Literatur
Yizhak Ahren et al.: "Der ewige Jude oder Wie Goebbels hetzte. Eine Untersuchung zum nationalsozialistischen Propagandafilm", Aachen 1990.
Stig Hornshøj-Møller: "'Der ewige Jude'. Quellenkritische Analyse eines antisemitischen Propagandafilms", "Beiträge zu zeitgeschichtlichen Filmquellen", Bd. 2, Institut für den Wissenschaftlichen Film, Göttingen 1995.
Evelyn Hampicke, Hanno Loewy: "'Juden ohne Maske'. Vorläufige Bemerkungen zur Geschichte eines Kompilationsfilmes", in: "Antisemitische Forschung. Eliten und Karrieren im Nationalsozialismus", Jahrbuch 1998/1999 zur Geschichte und Wirkung des Holocaust, hrsg. von Fritz Bauer Institut Frankfurt: Frankfurt am Main 1999.
Stefan Mannes: "Antisemitismus im nationalsozialistischen Propagandafilm. Der ewige Jude und Jud Süß", Köln: Teiresias 1999.
Christian Hardinghaus: "'Der ewige Jude' und die Generation Facebook. Antisemitische NS-Propaganda und Vorurteile in sozialen Netzwerken", Marburg: Tectum-Verlag 2012.
[ Anmerkungen. annotations. remarques. note ]
* "Der ewige Jude ist ein antisemitischer nationalsozialistischer Propagandafilm und gilt als aggressivster Vertreter dieser Art. Der Film kam nach dem ersten Kriegsjahr des Zweiten Weltkriegs Ende November 1940 in die deutschen Kinos. Er wurde unter der Regie von Fritz Hippler gedreht und von der Reichspropagandaleitung der NSDAP herausgebracht. Hitler und Goebbels nahmen starken Einfluss auf seine Form und seinen Inhalt. [...] Dem als Kompilationsfilm im Stile eines Dokumentarfilms produzierten Film ging der ebenfalls antisemitisch motivierte Spielfilm Jud Süß von Veit Harlan voraus. Dieser sollte entsprechende Ressentiments gegen die Juden als vorgeblich schädliche 'Rasse' beim Publikum wecken - Ressentiments, die durch den Film Der ewige Jude mit scheinbar dokumentarischem Charakter untermauert werden sollten. Der ewige Jude gehört mit Jud Süß und Die Rothschilds zu den drei 1940 in Deutschland uraufgeführten Filmen, die Juden nicht mehr, wie bis dahin gemäß nationalsozialistischer Filmpolitik üblich, als komische Figuren, sondern als gefährliche 'Untermenschen' darstellen" (WP, 2024).
Register der Überlieferung der Übersetzungen bis 1950
Personenregister (Übersetzungen etc.)
Adressregister
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