mit Bezug zu: "Les Lumières", "Rationale Methode", "Nominalismusproblem", { John Locke ("Empirismus") ⇆ Gottfried Wilhelm Leibniz ("Rationalismus") } ⇅ Immanuel Kant → Berlin: Malik, Robert Stockhammer: "Zaubertexte. Die Wiederkehr der Magie und die Literatur 1880-1945" (Leiden: De Gruyter Brill 2000, Verlagsinformation: "Die Rekonfiguration der 'Magie' macht Karriere, weil sie die Versöhnung der gegenstrebigen Tendenzen von technischer Zweckrationalität und mystischer Irrationalität verspricht", Kapitel III. "Der Schamane oder Das 'magische Ich', 9. "Kant als Magier"), Lenin ⇆ Ernst Mach, Hugo Dingler ("Die Methode der Physik", München: Reinhardt 1938; "Max Planck und die Begründung der sogenannten modernen theoretischen Physik", Berlin: Ahnenerbe-Stiftung-Verlag [!] 1939) ⇆ Albert Einstein, Peter Janich: "Die Protophysik der Zeit" (Dissertation, Mannheim / Wien / Zürich: Bibliographisches Institut 1969, Kapitel I: "Zur Methode der Physik", 2. "Methode als Geltungskriterium. Zur Begründungslehre von H. Dingler"*), "Die Kultur" → "Positivismusstreit", London / New York: Verso (Paul Feyerabend: "Against Method. Outline of an Anarchistic Theory of Knowledge", 1975), Berlin: Merve (Oswald Wiener: "Probleme der künstlichen Intelligenz. [Vortrag]", 1990 → 10. "Das Argument aus dem Unvollständigkeitssatz von [Kurt] Gödel"; Qrt: "Schlachtfelder der elektronischen Wüste", 1999 → "Heropoiesis als Selbsttechnik"; Isabelle Stengers: "Spekulativer Konstruktivismus", mit einem Vorwort von Bruno Latour, 2008), "Meine dialektische Methode" (MEW 23, 25ff.) → Michael Weingarten
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Kapitel I: "Aspekte des methodischen Konstruktivismus" (21-104), Kapitel II: "Verhältnis zu anderen Ansätzen" (105-180), Kapitel III: "Natur, Naturalismus und Konstruktivismus" (181-236), Kapitel IV: "Konstruktive Wissenschaftstheorie" '(237-304). Abb.: "Balleisen mit Knüpfel", 7. December 2020, Foto von Hickmann unter Creative-Commons-Lizenz CC BY-SA 4.0 (modifiziert).
"Ein den Erlanger Konstruktivismus kennzeichnendes Prinzip, das 'Prinzip der methodischen Ordnung' (PmO), ergibt sich aus dem konsequenten Poiesis-Bezug dieser Auffassung: Naturwissenschaften kommen nur durch poietisches, herstellendes Handeln, nicht jedoch durch Theoretisieren oder Sprechen allein zustande. Naturwissenschaftliches Reden betrifft aber nicht ausschließlich, sondern nur zum geringsten Teil Naturgegenstände, im Grundlagenbereich häufig sogar die unverzichtbaren Herstellungshandlungen der Experimentatoren. Diese können häufig in ihrer Reihenfolge nicht vertauscht werden, ohne ihren Zweck zu verfehlen - so wie beim Herstellen einer bemalten Holzstatue zuerst geschnitzt und dann gemalt werden muß; und diese Reihenfolge darf sich - dies ist der Kern des PmO - in Theorien weder präskriptiv noch deskriptiv anders darstellen, als die erfolgreiche Durchführung des technischen Handelns festlegt. Die besondere Bedeutung des methodischen Vorgehens legt nahe, den 'Erlanger Konstruktivismus' informativer und treffender 'Methodischen Konstruktivismus' zu nennen [Fn. 8]".
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Fn. 8: "Das Verhältnis zwischen Radikalem und Methodischem Konstruktivismus ist diskutiert in: P. Janich, 'Die methodische Ordnung von Konstruktionen. Der Radikale aus der Sicht des Erlanger Konstruktivismus', in: S[iegfried] J. Schmidt, Kognition und Gesellschaft. Der Diskurs des Radikalen Konstruktivismus II, Frankfurt 1992 - und in diesem Band".
Peter Janich nennt die radikal-konstruktivistischen Ansätze zu einer Erkenntnistheorie durch insbesondere Ernst von Glasersfeld "radikal halbherzig" (Peter Janich: "Radikal halbherzig. Die Wissenschaftstheorie E. v. Glasersfelds", in: "Ethik und Sozialwissenschaften. Streitforum für Erwägungskultur", EuS 9, 1998, Heft 4, "Siebte Diskussionseinheit", S. 535-537), wo die biologisch informierte Theorie einer "Autopoesis des Gehirns" naturwissenschaftlich abgeleitete Sätze dafür verwendet, überhaupt erst eine epistemische Grundlage einer Wissenschaftstheorie zu formulieren. Stattdessen rekonstruiert Janich das Herstellungshandeln (Poiesis), z.B. als eine "Protochemie. Programm einer konstruktiven Chemiebegründung" ("Konstruktivismus und "Naturerkenntnis", a.a.O., S. 237-258).
[ Anmerkungen. annotations. remarques. notes ]
* Peter Janich: "Die Protophysik der Zeit" (Dissertation), Mannheim / Wien / Zürich: Bibliographisches Institut 1969:
"Einleitung"
** "[Paul] Lorenzen trat 1933 in die SA und in den NSDStB ['Nationalsozialistischer Deutscher Studentenbund'] ein, zum 1. Mai 1937 schloss er sich der NSDAP an (Mitgliedsnummer 4.137.844). Vom Herbst 1934 bis 1935 leistete er ein Jahr aktiven Militärdienst. In Göttingen promovierte er 1938 (Rigorosum) bei Helmut Hasse mit einer Arbeit zur Abstrakten Begründung der multiplikativen Idealtheorie" (WP).
S.a. Paul Lorenzen: "Methodisches Denken", Frankfurt: Suhrkamp 1968; "Konstruktive Wissenschaftstheorie", Frankfurt: Suhrkamp 1974; "Lehrbuch der konstruktiven Wissenschaftstheorie", Mannheim /Zürich: BI-Wissenschaftsverlag 1984; "Constructive Philosophy", transl. by Karl Richard Pavlovic, Amherst: The University of Massachusetts Press 1987; "Diesseits von Idealismus und Realismus", in: "Entwicklungen der methodischen Philosophie", hrsg. von Peter Janich, Suhrkamp-Taschenbuch Reihe "Wissenschaft" Nr. 979, Frankfurt: Suhrkamp 1992, S. 207-217.
Register der Überlieferung der Übersetzungen bis 1950
Peter Janich: "Konstruktivismus und Naturerkenntnis. Auf dem Weg zum Kulturalismus", Frankfurt: Suhrkamp 1996, S. 127:
Kapitel I: "Zur Methode der Physik" (1. "Vorbemerkung", 2. "Methode als Geltungskriterium. Zur Begründungslehre von H[ugo] Dingler", 3. "Logik und Protophysik. Zur Begründungslehre von P[aul] Lorenzen**", 4. "Zur Methode der Physik", 5. "Folgerungen", 5.1 "Schritte zum Meßverfahren", 5.2 "Idee und Realisierung", 5.3 "Apriorismus und Empirismus", 5.4 "Die Unwiderlegbarkeit der haptischen Physik durch jede optische")
Kapitel II: "Chronometrie" (1. "Erwartungen an eine Chronometrie. Beantwortung aus dem Vorverständnis", 2. "Bewegte Körper",
3. "Bewegungsvergleiche", 3.1 "Sätze zur Ähnlichkeit", 3.2 "Die Stetigkeit von Geschwindigkeitsänderungen", 4. "Bewegungsformen", 4.1 "Vorbemerkung: Einwände gegen die Periodizität als chronometrischen Grundbegriff", 4.2 "Ungestörte Uhren", 4.3 "Die gleichförmige Bewegung", 4.4 "Ausblick und Konsequenzen")
Kapitel III: "Zur Geschichte der Chronometrie" (1. "Vorbemerkung: Terminologische Trennung von praktischer und theoretischer Chronometrie", 2. "Die Entwicklung der Zeitbestimmung", 3. "Kleine Geschichte der Wasseruhr", 4. "Kleine Geschichte der Räderuhren", 5. "Konstruktionsprinzipien von Uhren", 6. "Zeittheorien").
Personenregister (Übersetzungen etc.)
Adressregister
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