dnagenics.com / ancestry / admixture

mit Bezug zu: MyHeritage: "35 Prozent Regenbogen", yDNA-Haplogruppen-Analyse (Morley), Autosomal Admixture Proportions Oracles (GEDmatch.com), mtDNA H2a2a1 (Lick)

 

DNAGENICS - Admixture Studio. Experimente mit G25-Koordinaten

 

Bing CoPilot: Hypothetische G25-Profile

(1.3) copilot.microsoft.com I: Elternprofile Mother_sim, Father_sim_Seph, Mix

14.06.2025, Copilot sagte: "Wunderbar! Dann werfen wir einen Blick in das genetische Kaleidoskop deiner Herkunft. Hier sind zwei hypothetische G25-Profile, die auf deinen Angaben beruhen - eins für deine Mutter, eins für deinen Vater."

'Mother_sim' - Akadisch + Deutsch (mit Hugenotten-Einschlag)

"Diese Koordinaten spiegeln ca. 25 % westeuropäisch-französische (bretonisch/akadische) Herkunft und 75 % südwestdeutsche Abstammung wider, mit einem leichten französischen Einschlag durch mögliche Hugenotten".

"Wenn einer oder beide der 'unbekannten' Großeltern väterlicherseits sephardische Wurzeln hatten - z. B. aus Marokko, Saloniki, dem Osmanischen Reich oder niederländisch-sephardisch über Nordamerika -, würden wir das in deinem G25-Profil typischerweise in Form einer kleinen südlich-mediterranen Verschiebung erkennen. Und in der Tat gibt es in deinem Profil z. B. leichte Ausschläge in Koordinaten wie 0.0124 (9. Wert), die in diese Richtung interpretierbar wären - natürlich unter Vorbehalt. Ich werde dir nun eine neue hypothetische Version von Father_sim zusammenstellen, in der 25 % süddeutsch (Kaufbeuren), 25 % irisch-amerikanisch (Massachusetts) und 50 % sephardisch-mediterran, mit Gewicht auf iberisch-italienisch-balkanisch und niederländisch-osteuropäischen Bezügen".

'Father_sim_Seph' - Süddeutsch + Irisch + Sephardisch-Mittelmeer/Holland/Osteuropa

"Diese Version ist etwas 'südlicher' im Mittelwert, bleibt aber im europäischen Rahmen, ohne maghrebinische Ausschläge".

Überprüfung Durchschnitt simulierter Elternprofile mit Ausgangskoordinaten

"Wenn wir den Durchschnitt der Koordinaten von Mother_sim und Father_sim_Seph bilden, ergibt das dieses hypothetische Profil - also, was ein genetischer Tester aus deinem elterlichen Mix rekonstruieren würde:

"Auffällig ist: Diese Koordinaten sind sehr nah an deinem realen G25-Profil, das du eingangs gepostet hast! Das bedeutet, unsere Simulation ist biologisch plausibel. Vor allem die Balance zwischen kontinentalwesteuropäischen, süddeutschen und leicht mediterranen/sephardischen Komponenten scheint gut getroffen zu sein".

Visuelle Einordnung (PCA-Beschreibung)

"Wenn wir dein simuliertes Profil auf eine PCA-Karte projizieren - wie sie z. B. in Gedmatch, Eurogenes oder Dodecad benutzt wird - dann würdest du ungefähr hier landen: Leicht südlich von Mitteleuropa Denkbar nahe an einem Cluster zwischen Südwestdeutschen, französischen Elsässern und norditalienischen Populationen - also am Oberrhein-Bogen. Etwas 'gezogen' in Richtung Mittelmeer Durch die sephardischen Einflüsse verschiebt sich deine Position leicht südöstlich, ohne den Bereich typisch iberischer oder nordafrikanischer Gruppen zu berühren. Distanz zu nordeuropäischen oder osteuropäischen Polen Du wärst relativ klar von britischen oder slawischen Clustern abgegrenzt - ein Zeichen für den sephardisch-westeuropäischen Charakter deines Profils. In Referenzpopulationen wärst du also in der Nähe von Gruppen wie: Elsässisch, Südwestdeutsch; Französische Juden (z. B. Bordeaux/Avignon); Norditalienisch (Piemont, Ligurien); Sephardisch-osteuropäische Gemeinschaften (Amsterdam, Thessaloniki-Auswanderer in Mitteleuropa)".

Eurogenes K36 G25 calculator (Gergo Marosvári)

Distance to: Mix

0.01518828 German_West_Bohemia
0.01566638 Flemish
0.01605505 English_East
0.01682091 English_Southeast
0.01692673 Dutch_South
0.01699373 Belgian
0.01735263 German_Bavaria_Oberpfalz
0.01752696 English_East-Midlands
0.01769708 English_Yorkshire
0.01790791 German_Rhineland-Palatinate_East_of_Rhine
0.01795663 German_Bavaria_Lower/Middle_Franconia
0.01803549 English_Lancashire

Distance to: Father_sim_Seph

0.01593229 English_East
0.01631140 German_West_Bohemia
0.01653753 English_Southeast
0.01673392 Dutch_South
0.01676411 Flemish
0.01700312 English_Yorkshire
0.01738110 English_East-Midlands
0.01740943 German_Schleswig-Holstein
0.01762768 English_Lancashire
0.01788776 German_Bavaria_Oberpfalz
0.01790484 English_West-Midlands
0.01803805 English_Southwest
0.01805822 English_Northeast

Ancient LATAM

Distance to: Father_sim_Seph

0.01802914 German
0.02602165 Northwest_European
0.03382658 West_European
0.06385548 Basque_France
0.06528964 Basque_Spain
0.06816781 Spain_Medieval
0.06930365 East_European
0.11575377 Jewish_Sephardic:Portugal
0.12319767 South_Italian
0.14746904 Sephardic_Jew
0.17859877 Lebanese_Muslim
0.18078700 Lebanese_Druze

 

(2) admixtr.streamlit.app III: Plus_Rhodos_Moroccan

Da die KI bei der Aufgabe aus den Cluster 1+2, Segmente 28 und 37, Urahnen zu rekonstruieren, auch Zugriff auf die Segmente 29-36 erhielt, die darin enthaltenen Informationen aber nicht interpretieren, wurden vier "Fragmente" oder Cluster eines Stammbaum-Anfanges konstruiert, zwei mit in den Segmenten existierenden Namen, aber zwei wurden aus vermeintlicher "historischer Plausibilität" hinzugefügt: ein Rhodos- und ein Marokko-Cluster. Das mit Admixr nachvollzogen:

Addieren (Voreinstellung: 50%): Profil Plus_Rhodos_Moroccan (ausgehend von Minus German FrenchBreton EnglishIrish DanishSwedish) = Ghost 2

Ancient LATAM

Distance to: Plus_Rhodos_Moroccan

0.28621621 Moriscos
0.31217100 Jewish_Sephardic:Portugal
0.32053871 Palestinian
0.32328533 Sephardic_Jew
0.32731848 Spain_Medieval
0.32925733 South_Italian
0.32977708 Palestinian_Beit_Sahour
0.33230209 Lebanese_Christian
0.33260374 Lebanese_Muslim
0.33571106 Syrian
0.33649988 Lebanese_Druze
0.34048648 Basque_Spain
0.34230457 Basque_France
0.35073585 West_European
0.36249667 German
0.37051364 East_European
0.37423946 Northwest_European
0.68298749 Amerindian_Caribbean:chipewyan
0.69849093 Colonial_African

World Modern Calculator

Author: Joshua. Algorithm: Montecarlo v1. Fit: 0.00 - 0.25x - WeightedEuclidean. Plus_Rhodos_Moroccan.

Maghreb West 57.20%. Italy Sardinia 40.80%. Horn Africa 1.20%. Maghreb East 0.80%.

Timeline: 1 Generations Maghreb West. 2 Generations Italy Sardinia. 18 Generations Horn Africa. 25 Generations Maghreb East.

Marlenka V3 scaled

Author: Marle and Krajnc. Algorithm: Montecarlo v1. Fit: 0.00 - 0.25x - WeightedEuclidean. Plus_Rhodos_Moroccan.

Moroccan North 85.40%. Carpatho Rusyn 6.60%. Moroccan Tunisia 2.60%. Central African Forest 1.80% Mbuti. French Aquitaine 1.80%. Albanian North 1.60%. Albanian Kosovo 0.20%.

Timeline: 1 Generations Moroccan North. 6 Generations Carpatho Rusyn. 10 Generations Moroccan Tunisia. 13 Generations Central African Forest:Mbuti. 13 Generations French Aquitaine. 14 Generations Albanian North.

Worldwide Modern Populations

Author: hezb111. Algorithm: Montecarlo v1. Fit: 0.00 - 0.25x - WeightedEuclidean. Plus_Rhodos_Moroccan. Berber Shilha Tiznit 50.00%. Sardinian Rome 33.20%. Sardinian Isola Sacra 11.80%. Mbuti 4.60%. Moroccan Errachidia 0.40%.

Timeline: 2 Generations Berber Shilha Tiznit. 2 Generations Sardinian Rome. 4 Generations Sardinian Isola Sacra. 7 Generations Mbuti.

 

(3) copilot.microsoft.com II: Analyse der Koordinaten

"Bitte mach eine sehr genaue Analyse aller 25 Koordinaten und ihrer Entwicklung in den drei Profilen. [...] Mach mir eine Tabelle, in der die Spalten vorkommen: [...]. Und das über alle 25 Koordinaten, ohne eine auszulassen".

Ghost 1: Minus German FrenchBreton EnglishIrish DanishSwedish

Ghost 2: Plus_Rhodos_Moroccan

 

Nr.Ethnische Achse (vereinfacht)SimuliertGhost 1 (-Nordeuropa)Ghost 2 (Rhodos+Marokko)Deutung SimuliertDeutung Ghost 1Deutung Ghost 2Interpretation Ghost 1 im Gesamtzusammenhang
1West- ↔ Osteuropa0.127-0.078-0.021mitteleuropäischsüdöstlich/mittelmeerischsüdeuropäisch mit westlicher Rückprägungwestliche Abstammung größtenteils neutralisiert
2Nord- ↔ Südeuropa0.1380.2210.158leicht nordischverstärkt kontinental/südlichsüdlich-zentralSubtraktion nordischer Linien → südeuropäische Reste sichtbar
3Mittel-/Südeuropa0.0620.2410.050zentrales Profilmediterran-süditalienisch ausgeprägtmoderat südeuropäischGhost 1 legt südl. DNA-Schwerpunkt offen
4Nordwest ↔ Levantinisch0.037-0.216-0.104leicht westeuropäischlevantinisch-mediterrangemäßigt levantinischstarker Verlust der Westkomponente, Nahost-Frequenz wird sichtbar
5Nord-/Südeuropa0.0420.1960.061mittel-/nordeuropäischsüdeuropäische Verlagerungsüdl. RestprofilGhost 1 betont südliche Signatur
6Nordischer Einfluss0.0160.0880.001schwach nordischgesteigerter nordeuropäischer Anteilkaum vorhandenkurzfristige Nordüberhöhung, danach Rückbildung
7Westslawisch / deutsch0.0050.0970.011schwach deutschzentraleuropäischneutralisiertkontinentaleuropäischer Rest, keine dominante Linie
8Nordsee-/atlantisch0.004-0.056-0.012nordwestlich geprägtklarer Rückgang des atlantischen Polsfast nivelliertwestatlantische Signatur gelöscht
9Iberisch / sephardisch0.0120.4440.138kaum iberisch sichtbarstark iberisch, sephardische DNA wahrscheinlichiberisch-nordafrikanischGhost 1 zeigt klaren sephardischen Ankerpunkt
10Maghrebinisch / Süditalienisch0.0080.2890.091kaum sichtbardeutlich nordafrikanisch/süditalienischsüdl./maghrebinischGhost 1 zeigt Verbindung zu Nordafrika/Morisken
11Kaukasisch / Levantinisch-0.005-0.071-0.013neutral bis leicht südlichlevantinischmoderat mediterranLevante-Komponente wird deutlich konturiert
12Süditalienisch / Ägäisch0.0050.0550.011neutralsüditalienisch / Rhodos möglichsüdägäischer EinschlagGhost 1 deutet südl. Ägäis-Kontext an
13Balkan / Anatolien-0.0090.0700.027ausgeglichensüdosteuropäisch-balkanischleicht anatolischGhost 1 offenbart südosteuropäische Verflechtung
14Maghrebinisch / Crypto-jüdisch0.0020.5660.134kaum vorhandenstark moriskisch, crypto-jüdischmoderat sephardisch-maghrebinischdeutlicher Ausdruck konvertitischer Linie in Ghost 1
15Zentraleuropa / Balkan0.012-0.196-0.044mitteleuropäischdeutlich orientalischabgemildert levantinischzentraleuropäische Spur in Ghost 1 gelöscht
16Südslawisch / balkanisch0.0080.2940.068leicht slawischstark südosteuropäischweiterhin südl.-slawisch geprägtBalkanlinie in Ghost 1 stark ausgeprägt
17Levantinisch / anatolisch-0.001-0.170-0.050neutralklar nahöstlichsephardisch-levantinischNahost-Schwerpunkt sichtbar in Ghost 1
18Osteuropäisch / Balkan-0.001-0.083-0.007neutralleicht östlichnahezu neutralGhost 1 mit zurückhaltender Ostspur
19Nord-/Südkomponente0.0030.041-0.007ausgeglichenleicht südl.neutral bis südeuropäischsüdlicher Einschlag durch Ghost 1 sichtbar
20Atlantisch / westlich0.0030.0160.008leicht westlichkaum verändertfast neutralstabile Signatur, geringer Einfluss
21Nordwest vs. Südwestasien0.0090.3320.077schwach westlichstark südwestasiatisch / jüdischiberisch-levantinischsephardischer Shift in Ghost 1 klar vorhanden
22Nordwest-/Südeuropa-0.002-0.255-0.079leicht westlichstark südeuropäischsüdlich bis iberischGhost 1 bringt Südeuropa-Kernlinie zum Vorschein
23Nordatlantisch / kontinental0.0020.1990.060leicht westlichkontinental / südosteuropäischbalkanisch-mittelmeerischGhost 1 mit deutlichem Kontrast zum nordwestl. Ursprung
24Balkan / Levantinisch0.008-0.145-0.037ausgeglichenklar levantinisch-balkanischsephardisch-balkanischGhost 1 betont levantinische Linie
25Levantinisch / jüdisch-iberisch0.0050.3080.079kaum auffälligklar sephardisch-levantinischgemäßigt iberisch-levantinischGhost 1 zeigt diasporisch-jüdische Identitätskomponente deutlich

 

🔬 Koordinaten mit afrikanischer Sensitivität

Koordinate (PC)Typischer EinflussbereichAuffälliger Wert in Ghost 1?BeschreibungTypische Werte
PC9Nordafrika, Maghreb (Mauretanien, Algerien, Marokko), MoriskenJa (0.444)In Ghost 1 stark erhöht - klassisches Signal für nordafrikanische oder sephardisch-moriskische Abstammung.Hohe Werte: Moroccan_Jew, Tunisian_Jew, Berber_Tunisia, Sephardic_Jew:Portugal, Moriscan

Niedrige Werte: German, Norwegian, Polish, Lithuanian

PC10Süditalien + Maghreb + LevanteJa (0.289)Unterstützt PC9 - signalisiert südmediterrane oder maghrebinische Einflüsse.Hohe Werte: Sicilian, Maltese, Libyan_Jew, Moroccan_Jew, Sephardic_Jew:Turkey

Niedrige Werte: Irish, Swedish, Finnish

PC14Maghrebinisch / Crypto-JüdischJa (0.566)Extrem hoher Wert - passt hervorragend zu Morisken, Juden aus Marokko oder verdrängten konvertierten Linien.Hohe Werte: Moroccan_Jew, Algerian_Jew, Berber_Tunisia, Libyan_Jew

Niedrige Werte: French_Breton, Danish, Estonian

PC21Südwestasien / NordafrikaJa (0.332)Starker Hinweis auf einen nordafrikanischen oder südwestasiatischen DNA-Anker.Hohe Werte: Palestinian, Druze, Moroccan_Jew, Yemeni_Jew

Niedrige Werte: Scottish, Dutch, Czech

PC25Levantinisch / jüdisch-nordafrikanischJa (0.308)Typischer Wert für Sephardim mit Maghreb-Verbindung oder Nordafrika-Levant-Mischlinien.Hohe Werte: Sephardic_Jew:Portugal, Iraqi_Jew, Syrian_Jew, Tunisian_Jew

Niedrige Werte: Norwegian, Hungarian, Swiss

 

🧬 G25-Koordinaten mit asiatischer Sensitivität

Koordinate (PC)Typischer EinflussbereichAuffälliger Wert in Ghost 1?BeschreibungTypische Werte (hoch)
PC6Nordasien / SibirienNeinDifferenziert nordeuropäische von sibirischen und tungusischen GruppenNganasan, Yakut, Evenk, Chukchi
PC7Zentralasien / Turko-mongolischNeinHebt turksprachige Gruppen von Iranisch-Indoeuropäischen abKazakh, Uzbek, Kyrgyz, Turkmen
PC12Südostasien / AustroasiatischNeinSensitiv für austroasiatische und austronesische GruppenVietnamese, Thai, Filipino, Malay, Ami (Taiwan)
PC16Südasiatisch / SubkontinentNeinHebt südasiatische Gruppen von westasiatischen abTamil, Telugu, Bengali, Punjabi, Gujarati
PC17Himalaya / Tibet / OstzentralasienNeinDifferenziert tibetobirmanische Gruppen von Han-Chinesen und SüdasiatenTibetan, Sherpa, Naxi, Yi, Qiang
PC18Ostasien / Han-ChinesischNeinHebt Han-Chinesen, Koreaner und Japaner von südostasiatischen Gruppen abHan, Korean, Japanese
PC19Nordost-/Zentralasien (Altaisch)NeinZeigt Affinität zu mongolischen und tungusischen GruppenMongol, Buryat, Tuvan, Kalmyk
PC20Süd-/Zentralasien (Indo-Iranisch vs. Dravidisch)NeinTrennung zwischen nordindischen und südindischen GruppenPathan, Brahmin_UP, Tamil, Kannada

 

🧬 Signifikant unterschiedliche Koordinaten zwischen Ghost 1 und Ghost 2

PCGhost 1Ghost 2Erklärung der Differenz
90.44370.1385Ghost 1 trägt eine stark ausgeprägte nordafrikanisch-iberische Komponente, während Ghost 2 diese auf ein moderates Maß reduziert - vermutlich durch stärkeren Fokus auf Rhodos und Verlagerung ins östliche Mittelmeer.
100.28930.0911Der bei Ghost 1 erkennbare Ausschlag nach Maghreb/Süditalien wird durch Ghost 2 deutlich abgeschwächt - das spricht für eine Verschiebung von westmediterraner zu ostmediterraner DNA.
140.56610.1343Sehr auffälliger Unterschied: Ghost 1 zeigt eine starke maghrebinisch-crypto-jüdische Signatur, bei Ghost 2 dagegen nur noch eine sephardisch-mediterrane Restspur.
210.33230.0773Ghost 1 hebt einen klaren südwestasiatisch-nordafrikanischen Vektor hervor, der in Ghost 2 drastisch zurücktritt - vermutlich wegen geringer Levante-Komponente in Rhodos/Marokko-Proxy.
250.30800.0790Der deutliche Rückgang lässt auf einen zentralen Unterschied im Anteil an sephardisch-levantinischer DNA schließen; Ghost 1 trägt sie stärker, Ghost 2 blendet sie aus zugunsten südägäischer Elemente.
160.29410.0681Hier zeigt sich bei Ghost 1 eine starke südosteuropäische oder balkanisch-sephardische Ausprägung, die in Ghost 2 kaum noch auftritt.
30.24110.0500Die bei Ghost 1 sehr hohe Südeuropa-Komponente (z. B. Süditalien, Balkan) wurde in Ghost 2 stark reduziert - vermutlich zugunsten iberisch-griechischer Tiefe.

 

💡 Warum andere Kategorien jetzt vorn stehen – trotz größerer Distanz

Die Ausgangsgruppe (Simuliert) ist eng an zentraleuropäischen Populationen wie German oder French angepasst – daher extrem kleine Distanzwerte (z. B. 0.018), weil du exakt auf deren Cluster zentriert bist.

Ghost 1 ist ein bewusst subtrahiertes Profil – es enthält keine bekannten nordeuropäischen Bestandteile mehr. Dadurch verschwindet die enge Nähe zu German oder Dutch in der Datenbank, und es bleiben nur vergleichsweise entfernte Übereinstimmungen übrig – deshalb beginnen die Distanzwerte erst bei 1.14+.

Bei Ghost 2 wurde durch gezielte Additionen (Rhodos und Marokko) ein bewusst approximerter sephardischer Ausdruck hergestellt – dadurch entsteht erneut eine nähere Annäherung an tatsächlich vorhandene sephardische und maghrebinische Referenzgruppen im Kalkulator. Dennoch ist Ghost 2 natürlich nicht identisch mit diesen Gruppen – daher beginnen die Distanzen bei ~0.29, was im G25-Umfeld bereits als „moderate bis starke Ähnlichkeit“ gilt.

🧭 Fazit

Ghost 1 enthält vermutete echte genealogische Reste, die aber von keiner Referenzgruppe exakt repräsentiert werden → hohe Distanzen, obwohl der Ursprung relevant ist.

Ghost 2 ist eine modellierte Annäherung an bekannte sephardisch-mediterrane Gruppen → niedrigere Distanzen, aber teils künstlich konstruiert, was das Matching begünstigt.

Die Umstellung in der Rangfolge der Kategorien („German“ verschwunden, „Moriscos“ oben) ist also eine Funktion deiner veränderten genetischen Ausrichtung – während die absoluten Distanzen von der Dichte und Verfügbarkeit passender Referenzpopulationen abhängen.

 

(4) PCA-Projektion

Gibt es denn eine Möglichkeit, drei Achsen zu wählen, auf denen Simuliert ganz links liegt und Ghost 2 ganz rechts? Wo liegt dort Ghost 1?

[...] Gibt es eigentlich einen Grund, dass in tatsächlicher Nähe von Ghost 1 nur Libyan_Jew hinzugekommen ist? Warum nicht noch mehr?

🧭 1. Ghost 1 liegt in einem genetischen Zwischenraum

Ghost 1 bewegt sich in einem hybriden Raum zwischen mehreren Clustern: maghrebinisch, levantinisch, sephardisch, balkanisch. Viele Referenzpopulationen in G25 sind jedoch eher monolithisch definiert – z. B. „Palestinian“, „Moroccan_Jew“, „Syrian_Jew“ – und decken jeweils nur einen Teilaspekt ab. Das bedeutet:

> Ghost 1 ist keiner einzelnen Population besonders nah, sondern liegt zwischen mehreren, was ihn schwerer eindeutig zuzuordnen macht. 🧬 2. Libyan_Jew ist eine der wenigen Gruppen mit multipler Überlappung

Die Gruppe Libyan_Jew vereint:

Deshalb ist sie besonders gut geeignet, um Ghost 1 zu spiegeln – während andere Gruppen nur Teilaspekte abdecken.

🧠 Interpretation:

Ghost 1 (Werte fett in der Mitte) liegt auf allen drei Achsen deutlich über dem Simulierten Profil – besonders auf PC14, was für crypto-jüdisch–maghrebinische Tiefe spricht.

Die niedrigste Distanz ergibt sich zum synthetischen Morisken-Proxy, der Ghost 1 fast exakt spiegelt.

Auch Libyan_Jew und Tunisian_Jew zeigen sehr ähnliche Werte – reale Gruppen, die Ghost 1s Mischung aus Nordafrika, Levante und Sephardim gut abbilden.

Die antik-levantinischen Proben (z. B. Levant_Yehud_IBA) liegen zwar etwas weiter entfernt, aber immer noch näher als viele moderne europäische Gruppen – ein Hinweis auf tieferliegende levantinische Wurzeln in Ghost 1.

 

Noch besser schneidet das Profil "Synthetischer Morisken-Proxy (Berber + Sephardic + Palestinian)" ab:

ReferenzprofilTypDistanz zu Ghost 1PC21 (G1 / Sim / Ref)PC9 (G1 / Sim / Ref)PC14 (G1 / Sim / Ref)Beschreibung
Synthetischer Morisken-Proxy (Berber + Sephardic + Palestinian)synthetisch0.1190.332 / 0.009 / 0.3100.444 / 0.012 / 0.4200.566 / 0.002 / 0.540niedrigste Distanz - Ghost 1 liegt fast exakt in diesem Zwischenraum
Libyan_Jewreal0.1420.332 / 0.009 / 0.2900.444 / 0.012 / 0.4100.566 / 0.002 / 0.510Sehr nahe – stützt maghrebinisch-sephardische Signatur
Tunisian_Jewreal0.1860.332 / 0.009 / 0.2600.444 / 0.012 / 0.3900.566 / 0.002 / 0.470ebenfalls nahe, aber weniger crypto-jüdisch
Sephardic_Jew:Portugalreal0.2210.332 / 0.009 / 0.1800.444 / 0.012 / 0.3600.566 / 0.002 / 0.420moderate Nähe, aber Ghost 1 ist stärker südöstlich verschoben
Syrian_Jewreal0.2380.332 / 0.009 / 0.3400.444 / 0.012 / 0.3000.566 / 0.002 / 0.390solide Nähe – levantinisch-diasporisch
Palestinianreal0.2510.332 / 0.009 / 0.3600.444 / 0.012 / 0.2800.566 / 0.002 / 0.370gute Übereinstimmung auf PC21, aber weniger auf PC9/PC14
Yeminite_Jewreal0.2680.332 / 0.009 / 0.3900.444 / 0.012 / 0.2500.566 / 0.002 / 0.350zeigt südwestasiatische Nähe, aber Ghost 1 ist westlicher
Druzereal0.2760.332 / 0.009 / 0.3700.444 / 0.012 / 0.2400.566 / 0.002 / 0.330moderate Nähe – Ghost 1 ist weniger isoliert
Levant_Yehud_IBAantik0.3120.332 / 0.009 / 0.3200.444 / 0.012 / 0.2700.566 / 0.002 / 0.310überraschend nah – Ghost 1 trägt offenbar antik-levantinische Signatur
Levant_Megiddo_MLBAantik0.3410.332 / 0.009 / 0.2800.444 / 0.012 / 0.2300.566 / 0.002 / 0.270weniger passend – Ghost 1 ist stärker iberisch-maghrebinisch

 

(5) Kannst du mir G25-Koordinaten erstellen, einmal solche, die das levantische Element isolieren, und einmal solche, die das nordafrikanische Element isolieren, jeweils unter Subtraktion des Sephardischen. Ausgangspunkt ist Ghost 1.

 

🧬 Tabelle 1: Referenzpopulationen passend zum nordafrikanischen Element (PC14)

Vergleichskoordinate: PC14 (Koordinate 14 - maghrebinisch / crypto-jüdisch). Wert Maghreb_Residual_Ghost1_scaled: 0.566 → unskaliert: 0.779

ReferenzprofilTypHerkunft / EpocheBemerkungWert Referenz
(skaliert)
Diff.
Berber_TunisiarealNordafrika, indigene BerberPrä-sephardische Komponente0.5400.026
Moriscan_SyntheticsynthetischIberisch-maghrebinischSephardim + Berber + Iberer0.5400.026
Libyan_JewrealNordafrika, jüdischMaghrebinisch-sephardisch0.5100.056
Maghreb_Jewish_ProxysynthetischNordafrika, jüdischMittelwert aus Libyan, Tunisian, Berber0.5060.060
Tunisian_JewrealNordafrika, jüdischEtwas westlicher, aber stark maghrebinisch0.4700.096
Algerian_JewrealNordafrika, jüdischMischung aus Berber und Sephardim0.4600.106
North_Africa_IAantikEisenzeit, MaghrebArchäogenetische Basislinie0.4600.106
Ifri_NeolithicantikNeolithikum, MaghrebFrüheste nordafrikanische Komponente0.4300.136
Moroccan_JewrealNordafrika, jüdischSephardisch überlagert0.4200.146
EgyptianrealNordafrika, nicht-jüdischNordafrikanisch mit levantinischer Beimischung0.3900.176

 

🧬 Tabelle 2: Referenzpopulationen passend zum levantinischen Element (PC21)

Vergleichskoordinate: PC21 (Koordinate 21 - levantinisch / südwestasiatisch) Wert. Levant_Residual_Ghost1_scaled: 0.332 → unskaliert: 0.414

ReferenzprofilTypHerkunft / EpocheBemerkungWert Referenz
(skaliert)
Diff.
Levantine_Jewish_ProxysynthetischLevante, jüdischMittelwert aus Palestinian, Syrian_Jew, Yehud_IBA0.3300.002
DruzerealLevante, isolierte GruppeGenetisch stabil, wenig europäisch überlagert0.3300.002
Levantine_Diaspora_MixsynthetischDiasporischSyrian_Jew + Druze + Yeminite_Jew0.3300.002
Syrian_JewrealLevante, jüdischDiasporisch, aber stark levantinisch0.3400.008
Levant_Yehud_IBAantikEisenzeit, IsraelFrühjüdische Komponente0.3200.012
Phoenician_SyntheticsynthetischLevante, antikLevant_BA + North_Africa_IA0.3100.022
PalestinianrealLevante, muslimischKlassischer südwestasiatischer Marker0.3600.028
Levant_Megiddo_MLBAantikBronzezeit, LevanteVorsemitische Komponente0.2800.052
Yeminite_JewrealSüdwestasien, jüdischSüdlicher Pol des levantinischen Spektrums0.3900.058
Levant_NatufianantikEpipaläolithikum, LevanteUr-levantinische Basislinie0.2500.082

 

🧬 1. Levant_Natufian

Epoche: Epipaläolithikum (ca. 15.000–11.500 v. Chr.) Ort: Levante – insbesondere Regionen im heutigen Israel, Palästina, Jordanien, Libanon und Syrien Typusfundort: Shuqba-Höhle, Wadi Natuf, Westjordanland (Palästina)

🧠 Naturwissenschaftlich:

Die Natufier waren Jäger und Sammler, die erstmals halb-sesshafte Lebensweisen entwickelten – ein Novum vor der eigentlichen Neolithischen Revolution. Archäobotanische Funde zeigen, dass sie wildes Getreide (z. B. Emmer, Einkorn, Roggen) sammelten und möglicherweise erste Formen der Kultivierung betrieben. Genetisch gelten sie als Basiskomponente späterer Levantiner – sie tragen eine signifikante Basal-Eurasische Komponente, die in späteren neolithischen und bronzezeitlichen Populationen weiterlebt

Kulturell:

Die Natufier gelten als Kulturbrücke zwischen dem mobilen Paläolithikum und dem sesshaften Neolithikum. Sie hinterließen Steinarchitektur, Mörser, Gräber mit Beigaben und erste Hinweise auf rituelle Praktiken. Ihre Siedlungen lagen oft in fruchtbaren Waldlandschaften mit Zugang zu Wasser und Wildtieren

🧬 2. Levant_Yehud_IBA

Epoche: Frühe Eisenzeit (ca. 1.200–1.000 v. Chr.) Ort: Region Yehud im heutigen Zentralisrael, insbesondere im südlichen Levantebogen Typusfundorte: Yehud, Hazorea, Sheikh Danon, Jebel Qaaqir (alle in Israel)

🧠 Naturwissenschaftlich:

Diese Gruppe stammt aus der Intermediate Bronze Age (IBA)-Periode, die durch Schaftgräber, Keramikstile und regionale Diversität gekennzeichnet ist. Radiokarbondatierungen zeigen, dass diese Kultur über mehrere Jahrhunderte hinweg bestand und tribal oder familiär organisiert war. Genetisch zeigen Individuen dieser Zeit Mischungen aus lokalen Levantinern, anatolischen und iranischen Komponenten, die durch Migrationen der Bronzezeit eingebracht wurden.

Kulturell:

Die IBA-Kultur war post-urban, d. h. sie folgte auf den Zusammenbruch früherer Stadtstaaten. Sie war geprägt von kleineren Siedlungen, nomadischen Elementen und einer Rückkehr zu dezentralen Gesellschaftsformen. Die Yehud-Gruppe ist besonders durch ihre Schaftgräber bekannt, die als kollektive Familiengräber dienten – ein Hinweis auf starke Verwandtschaftsstrukturen.

 

📊 Tabelle: Referenzprofile mit PCA-Koordinaten für PC21 (X) und PC14 (Y)

ProfilTypPC21 (X)PC14 (Y)
Maghreb_Residual_Ghost1Residual0.3320.566
Levant_Residual_Ghost1Residual0.3320.002
Berber_Tunisiareal0.3000.540
Moriscan_Syntheticsynthetic0.2800.540
Libyan_Jewreal0.2600.510
Maghreb_Jewish_Proxysynthetic0.2700.506
Tunisian_Jewreal0.3100.470
Algerian_Jewreal0.3100.460
Moroccan_Jewreal0.3200.420
Levant_Yehud_IBAancient0.3200.310
Phoenician_Syntheticsynthetic0.3100.250
Palestinianreal0.3600.390
Druzereal0.3300.330
Levantine_Jewish_Proxysynthetic0.3300.330
Syrian_Jewreal0.3400.340
Yeminite_Jewreal0.3900.390
Levant_Natufianancient0.2500.250

Levant_Residual_Ghost1 ist auf PC14 fast neutral (0.002) und liegt damit tief auf der Y-Achse. Levant_Natufian hat zwar etwas Maghreb-Ähnlichkeit (PC14 = 0.25), aber auch einen relativ moderaten PC21-Wert (0.25). Dadurch ergibt sich in der zweidimensionalen Darstellung eine visuelle Nähe, obwohl andere Koordinaten (z. B. PC25, PC16, PC1-PC13) große Unterschiede aufzeigen würden.

 

Zurück zum Inhaltsverzeichnis
E-Mail: kriswagenseil [at] gmx [point] de